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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »Proportions - Body - Live«
Sources - Concepts - Arguments
Theories of Human Proportions from 1576 to 1922
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    Johann Adolf Rosmäsler

    »Gründliche Anweisung zeichnen zu lernen,
    mit erklärendem Text, nach A. T. Oeser

    Leipzig. Carl Cnobloch [1812] 1832².


    Rosmäsler, Titelblatt. Rosmäsler, S.III Rosmäsler, S.IV
    Taf. I -II, VI, VIII, X - XIX
    Rosmäsler, Taf.I Rosmäsler, Taf.II Rosmäsler, Taf.VI Rosmäsler, Taf.VIII Rosmäsler, Taf.X Rosmäsler, Taf.XI

    Tafel XII - XVIII
    Rosmäsler, Taf.XII Rosmäsler, Taf.XIII Rosmäsler, Taf.XIV Rosmäsler, Taf.XV Rosmäsler, Taf.XVI Rosmäsler, Taf.XVII Rosmäsler, Taf.XVIII

    Konstruktion von Auge und Kopf
    S. 3 - 10
    Rosmäsler, S.3 Rosmäsler, S.4 Rosmäsler, S.5 Rosmäsler, S.6 Rosmäsler, S.7 Rosmäsler, S.8 Rosmäsler, S.9 Rosmäsler, S.10

    Proportion des Körpers - Wachstumsveränderungen
    S. 40 - 50

    Rosmäsler, S.40 Rosmäsler, S.41 Rosmäsler, S.42 Rosmäsler, S.43 Rosmäsler, S.44 Rosmäsler, S.45 Rosmäsler, S.46 Rosmäsler, S.47 Rosmäsler, S.48 Rosmäsler, S.49 Rosmäsler, S.50



    Kommentar
    Johann Adolf Rosmäsler, Kupferstecher in Leipzig (*1770 - † 1821) entstammte einer Kupferstecherfamilie, die aus Leipzig kam. Johann Adolf trat als Stecher von Bildnissen in Punktiermanier hervor und fertigte dieses Vorlagenwerk an, das immerhin 1832 eine Neuauflage erlebte. Weiteres scheint über sein Leben nicht bekannt zu sein.

    Adam Friedrich Oeser (*1717 - † 1799) aus Preßburg war 1764 Direktor der Leipziger Zeichnungs-, Mahlerey- und Architektur-Akademie geworden und als Lehrer beliebt, indessen weniger für bildenden Künstler, denn für Kunstinteressierte (Winckelmann, Goethe u.a.) von großer Anziehungskraft, urteilte Justi. Die Akademie stand unter der Generaldirektion Hagedorns im Verbund mit der Akademie in Dresden und Meißen. Es sei daher versucht, das Abbildungswerk aus dieser Perspektive zu lesen.

    Auf Oeser und seine Lehrtätigkeit beruft sich Rosmäsler ausdrücklich in der Vorrede (S. VI), wiewohl im Titel der Vornahme mit A. T. abgekürzt erscheint, kann es sich nur um den Akademiedirektor handeln, über dessen Ausbildung und Umgang hinreichend zeitgenössische Zeugnisse erhalten sind. Der klassizistische Einschlag, die Wirkung von Winckelmann und Mengs bestätigt bereits die Konzeption der Grundform des Kopfes: eiförmig sei sie und damit achsialsymmetrisch. Das finden wir in gleicher Form bei Winckelmann und bei > Goethe.

    Bemerkenswert bleibt nun aber der Aufbau des Werkes. Die Konstruktion des Kopfes und seiner Teile (S. 2 - 10) steht an erster Stelle nach einer Einführung geometrischer Grundformen (S. 1 - 2), gefolgt von der Perspektivlehre (S. 11 - 39), vorzüglich an architektonischen Schmuckformen demonstriert. Erst danach folgt die Proportionslehre (S. 40 - 50) - wie bei Vitruv. Den Abschluß bilden Osteologie und Myologie unter dem Stichwort Anatomie (S. 51 - 60).
    Das entscheidend Neue an seinem Beitrag ist indessen der Versuch der Konstruktion einer Wachstumskurve, für die er auf die Veröffentlichung von Mattersberger ( 1805) verwies. Eine eigentümliche, offensichtlich nicht anthropometrisch überprüfte Konstruktion in einem Viertelkreis (Taf. XIV). Sie ist auch nicht mit den Vorschlägen vergleichbar, die Bergmüller oder Preissler im XVIII. Jahrhundert vorgetragen hatten, wiewohl die Darstellung des 3jährigen auf der nämlichen Tafel sehr viel Ähnlichkeit mit der entsprechenden Figur bei Bergmüller aufweist.


    Bibliographie
    24 Lehrblätter, Gr.4°, Leipzig, Carl Cnobloch, 1812; Neue Auflage, Leipzig, Carl Cnobloch, 1832. Gr.4°, IV, 60 SS., 26 Kupferstichtafeln.
    Bibliographischer Nachweis: GV 119, S. 369.
    Literatur: Anonym, "Rossmäßler (Rosmäßler), Joh. Adolf." In: Ulrich Thieme - Felix Becker (Hg.), »Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler.« Bd. 29, 1935, S. 77; Carl Justi, »Winckelmann und seine Zeitgenossen.« Köln 1956³, Bd. 1, S. 399 - 408 (zu Oeser in Leipzig); Martin Franke, "Adam Friedrich Oeser und die Leipziger Akademie." In: Ernst Ullmann (Hrsg.), »"... die ganze Welt im Kleinen ...". Kunst und Kunstgeschichte in Leipzig.« Leipzig 1989, S. 144 - 154.

    Exemplar: Titel; SUB Bremen, Signatur 76.02 M, Standort TB Kunst-W., nicht digital.


    © W. P. Gerlach 12.12.1999, revidiert 08.2018.



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