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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »Proportions - Body - Live«
Sources - Concepts - Arguments
Theories of Human Proportions from 1576 to 1922
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    Matthias Duval

    »Grundriss der Anatomie für Künstler.«


    autoris. dt. Übers., 2. Aufl., bearb von Ernst Gaupp ao. Professor in Freibung i. Br.
    Stuttgart Verlag Ferdinand Enke 1901



    Duval, Einband Duval, Titelblatt


    (2. Vorlesung) Länge der Wirbelsäule als Grundmaass zur Bestimmung der Proportionen?
    S. 23 - 25


    Duval, S.23 Duval, S.24 Duval, S.25

    (7. Vorlesung) Klafterbreite - Armlänge als Maß
    S.70 - 75
    Duval, S.70 Duval, S.71 Duval, S.72 Duval, S.73 Duval, S.74 Duval, S.75


    (12. Vorlesung) Fuß: Irgend ein Grundmaass für die Maassverhältnisse des Körpers
    S. 121 - 123


    Duval, S.121 Duval, S.122 Duval, S.123

    (13. Vorlesung) Index cephalicus
    S. 129 - 130


    Duval, S.129 Duval, S.130

    (14. Vorlesung) Gesichtswinkel - Kopf als Maß
    S.137 - 146


    Duval, S.137 Duval, S.138 Duval, S.139 Duval, S.140 Duval, S.141 Duval, S.142 Duval, S.143 Duval, S.144 Duval, S.145 Duval, S.146


    Kommentar
    Duval argumentiert als Anatom. Daher finden sich Bemerkungen zur Maßhaltigkeit einzelner Körperglieder zumeist gegen Ende der Kapitel (Vorlesungen) zu den entsprechenden Körperteilen.
    Ausdrücklich vermerkt er in der 7. Vorlesung, daß die Vorstellung von einem Kanon, wie ihn die Ästhetik kennt, aus Sicht des Anatomen nicht bestätigt werden kann.

    Dennoch behandelt er beispielsweise den von Charles Blanc 1860 beschriebenen ägyptischen Kanon. Hierbei dient die Beschreibung der Anatomie des Armes als Vorgabe für die Erörterung sowohl des Klaftermaßes, des „homo bene quadratus" nach Vitruv/Leonardo, als auch die Länge des Mittelfingers zu der des ägyptischen proportionalen Maßsystems. Zudem verweist er auch in den anderen Vorlesungen auf die für diesen Teil ihm bekannte historische Diskussion um einen ästhetisch-künstlerischen Kanon.

    Besonders ausführlich geht er auf den › Camper'schen Gesichtswinkel in der 14. Vorlesung ein.
    Hier bot sich ihm Gelegenheit einerseits auf die Unklarheit der Angaben zu den Meßpunkten in der verschiedenen Proportionslehren hinzuweisen, wie andererseits die Benutzung verschiedener Teilungen der ganzen Gestalt nach 7, 7½ oder 8 Kopflängen auf die korrespondierende unterschiedliche Länge der Beine zurückzuführen.

    Er verteidigt diese Wahl - am Beispiel antiker Skulturen aufgezeigt - damit, daß auch in der Natur diese Unterschiede vorkämen.
    Zur modalen Hierarchie, die in der Proportionstheorie mit der jeweiligen Wahl verbunden war, verlohr er kein Wort. Daraus scheint die Folgerung nahegelegt zu sein, die Natur selber richte sich nach derartiger Systematik. Gleichwohl ist anzunehmen, daß dort sicherlich auch alle denkbaren Zwischenwerte anfallen.

    Damit ist die Wahl irgendeines dieser von ihm angesprochnenen Proportionssysteme immer eine ästhetische Entscheidung gegen die natürliche Vielfalt. Davon aber kein Wort bei ihm, obwohl - oder gerade weil er eine Professur an der Pariser Akademie der bildenden Künste innehatte, als Anatom nämlich.


    Bibliographie
    Bibliographie Duval 1881; vgl. Duval Paris 1881
    Literatur: »Archiv Biographique Français.« Tome 367, S. 355; Gerlach 1990, S. 31 ff, 35, 37, 143, 236*, 238.

    Exemplar: ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften digital.


    © W. P. Gerlach 12.12.1999, revidiert 03.2018.



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