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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »Proportions - Body - Live«
Sources - Concepts - Arguments
Theories of Human Proportions from 1576 to 1922
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    H. van Etten (ps. von Le Pere Jean Leurechon)

    »Recreation mathematiques.«

    Rouen 1629.

    Leucheron, Titelblatt Etten, Widmung

    Probleme 77. Des proportions du corps humain‚ des statuës Colossales & Geants monstreux. S. 116 - 120

    Anonym, S. 116, Probleme 77. Anonym, S. 117, Probleme 77. Anonym, S. 118 Anonym, S. 120
    S. 121 - 128
    Anonym, S. 121 Anonym, S. 122 Anonym, S. 123
    Anonym, S. 124 Anonym, S. 125 Anonym, S. 126 Anonym, S. 127 Anonym, S. 128



    Bibliographie
    Bibliographischer Nachweis: BM 199‚ S. 697 (s.v. Jean Leurechon); Cat.Gen. 96‚ S. 877 - 878: Goldsmith‚ Catalogue of French Books 1601 - 1700‚ S. 461‚ Nr. 253.
    Literatur: Gerlach 1990‚ S. 15.

    Exemplar: Av Pont a Movsson, Par Iean Appier Hanzelet, Imprémeurs & Graueur de Son Altesse, & de l'Vniuersité. M. DC. XXVI.: › digital;
    A Roven‚ Chez Charles Osmont‚ ruë aux Iuifs pres le Palais. M. DC. XXIX.: digital;
    A Lyon‚ Chez Clavde Prost‚ en rue Merciere‚ à l'Occasion. M. DC. XLII.: digital

    Kommentar

     In dieser anonymen erschienenen Schrift des Jesuitenpaters Le Pere Jean Leurechon (* 1591 Bar le Duc‚ - † 17.01.1670 Pont-à-Mousson‚ gelegentlich benutzte er das Pseudonym H. van Etten) wird - wie im Titel schon angedeutet - auf unterhaltsame Weise das Grundwissen für unterschiedliche Berufsfelder sowohl arithmetischer wie physikalischer (mechanischer) Natur abgehandelt. Als "Geheimnisse" angepriesen‚ handelt es sich in der Regel um Dreisatzaufgaben‚ also jener kaufmännischen Grundrechenart‚ die schon in der italienischen Gesellschaft des XV. Jh. zum aktuellen Bildungswissen der neuen bürgerlichen Elite zählte. Am Beginn des Merkantilismus in Frankreich waren offenkundig derartige Einführungen auch dort von großer Beliebtheit. Das Büchlein erschien zuerst 1626 in Paris und erlebte bis 1659 zahlreiche Auflagen.

     Als 77. Problem wird die Proportion des Menschen (1592‚ Premiere Partie‚ S. 127 - 136; 1629‚ S. 116 ff)‚ kolossaler Statuen (S. 123 ff) und schließlich monströser Giganten (S. 126 - 128) behandelt. Auffällig bleibt‚ daß zuvor nur Alberti in seinen »De Statua.« (1568) diese Auswahl in dieser Reihenfolge behandelt hatte.
    Mit dem Verweis auf die Maße der Arche Noah wird der Mensch als Bezugspunkt für Maß und Messen biblisch legitimiert. Das klingt in der Zeit durchaus plausibel - auch wenn man von der gegenreformatorisch-katholischen Propagandafunktion dieser einleitenden Argumentation einmal absieht -‚ wenn man bedenkt‚ daß alle gebräuchlichen lokalen Längenmaßen menschliche Körperteile zugrunde lagen: pied‚ pouces‚ coudee‚ pas etc.




    © W. P. Gerlach 12.12.1999‚ update 04.2018.



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