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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »Proportions - Body - Live«
Sources - Concepts - Arguments
Theories of Human Proportions from 1576 to 1922
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    David Ramsey Hay

    »On the Science«

    Edinburgh 1849.

    Hay, Titelblatt Hay, Widmung


    Taf. I- XXV (signiert: D.R.Hay Delt - W. Forrest Sculpt).

    Hay, Taf.  1 Hay, Taf.  2 Hay, Taf.  3 Hay, Taf.  4 Hay, Taf.  5 Hay, Taf.  6 Hay, Taf.  7 Hay, Taf.  8 Hay, Taf.  9 Hay, Taf. 10 Hay, Taf. 11 Hay, Taf. 12 Hay, Taf. 13 Hay, Taf. 14 Hay, Taf. 15 Hay, Taf. 16 Hay, Taf. 17 Hay, Taf. 18 Hay, Taf. 19 Hay, Taf. 20 Hay, Taf. 21 Hay, Taf. 22 Hay, Taf. 23 Hay, Taf. 24 Hay, Taf. 25

    Part V, The Science of Proportion, Seite 41 - S. 62.

    Hay, S. 41 Hay, S. 42 Hay, S. 43 Hay, S. 44 Hay, S. 45 Hay, S. 46 Hay, S. 47 Hay, S. 48 Hay, S. 49 Hay, S. 50 Hay, S. 51 Hay, S. 52 Hay, S. 53 Hay, S. 54 Hay, S. 55 Hay, S. 56 Hay, S. 57 Hay, S. 58 Hay, S. 59 Hay, S. 60 Hay, S. 61 Hay, S. 62


    Kommentar

    David Hays Text aus dem Jahre 1849 ließe sich durchaus eine frühe konstruktivistische Schrift nennen, da er auf geometrischen Elementarformen sein ganzes Entwurfsprogramm aufbaut. Weil er aber nicht primär diesen konstruktiven Ansatz betont, sondern vom symbolischen Gewicht - den platonischen Elementen des Kosmos - aus argumentiert, haben wir es hier mit einer Variante der für diesen spätklassizistischen Ansatz - auch bei anderen Autoren dieser Zeit, etwa Carus und Zeising - charakteristischen Suche nach den Urformen zu tun, einem Modewort seit der Zeit Goethes.

    Seine Konstruktionsanweisungen bleiben indessen so abstrakt und auch komplex, daß sie kaum für eine künstlerische Praxis geeignet erscheinen. Hier wird deutlich, wie das Fortschreiten in einer anthropometrischen Genauigkeit ebenso zur Unanschaulichkeit und dem Verlust an sinnlicher Unmittelbarkeit führte, wie die anthropologische Statistik mit ihren umfänglichen Zahlenkolonnen auf der anderen Seite. Sicherlich ein amüsantes intellektuelles Spiel, aber wohl kaum eines, daß den zeitgenössischen Bedürfnissen von angehenden freien Künstlern entsprochen haben wird, dann eher schon von Entwerfern, die für den Entwurf von industriellen Produkten ausgebildet sein sollten.

    Selbst der abschließende Apell an archäologisch-philologische Bedeutung der Rekonstuktion des griechischen Schönheitsideals und die diesem zugrunde liegende Rationalität bringen diesen Ansatz kaum der Kunst näher, übersieht man einmal geflissentlich den Irrtum von der Klappsymmetrie der Köpfe griechischer Statuen.

    Wie modern-vertraut dennoch manche seiner Tafeln erscheinen wird jeder nachvollziehen können, der vektorbasierte Entwürfe von virtuellen elektronischen Geschöpfen in letzter Zeit gesehen hat.

    Herr Hay (*1798 - † 1866) praktizierte als Dekorationsmaler. Als Begründer der Edinburgher Aesthetic Society (1851) hatte er sich schon zuvor als Fachbuchautor hervorgetan. Sowohl zur Farbenlehre als auch zu Techniken der Kunst hatte er publiziert, als er diese Proportionslehre schrieb. Die illustrativen Graphiken zu diesem Werk fertigte der aus Schottland stammende Kupferstecher William Forrest (*1805 - † 1889) an, der sich durch Landschaftsreproduktionsstiche nach französischen Vorlagen bekannt gemacht hatte.

    Bibliographie
    Hay, 1849, Bibliographie
    Titel: »On the Science of those Proportions by which the Human Head and Countenance as represented in Works of Ancient Greek Art are distinguished from those of ordinary Nature. By D. R. Hay, F.R.S.E. Author of "First Principles of symmetrical Beauty." etc. etc. etc.« William Blackwood and Sons, Edinburgh and London M.DCCC.XLIX.
    - Vortitelblatt, I Blatt Druckeradresse, Titelblatt, I Blatt Widmung, I Blatt Contents., S. IX - S. XIV Preface., I Blatt Zwischentitel, S. 1 - S. 61 Text, S. 62 - S. 78 Notes., S. 79 - S. 80 Index of the Plates., Plate I - XXV.
    Literatur Anonym, "Hay, David Ramsey." In: Ulrich Thieme - Felix Becker (Hg.), »Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler.« Bd. 26, 1923, S. 168 - 169; Anonym, "Forrest, William." In: Ulrich Thieme - Felix Becker (Hg.), »Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler.« Bd. 12, 1916, S. 218; Dobai III, S. 1191 ff, 1213; Gerlach 1990, S. 32, 38, 96, 221*.

    Exemplar: Library of Toronto > digital; Privatbesitz.


    © W.P. Gerlach 12.12.1999, revidiert 06.2019.



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