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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »Proportions - Body - Live«
Sources - Concepts - Arguments
Theories of Human Proportions from 1576 to 1922
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    Joseph Mattersberger

    »Grundregeln der Proportion des Menschen.

    von 1 bis 24 Jahren nach den Antiken so ich die erfand.« (s.l., Breslau) 1805

    Mattersberger, Titelblatt

    Mattersberger, Taf. 1 Mattersberger, Taf. 2 Mattersberger, Taf. 3 Mattersberger, Taf. 4 Mattersberger, Taf. 5 Mattersberger, Taf. 6 Mattersberger, Taf. 7: Vorbericht Mattersberger, Taf. 8 Mattersberger, Taf. 9 Mattersberger, Taf.10 Mattersberger, Taf.11


    Bibliographie

    Mattersberger 1805, Bibliographie
    Exemplar: Universitätsbiblithek, Dresden, Sign: Art.plast.236
    Rara allgemein, Zentralbibliothek-Magazin, Sondersammlung.
    11 sign. Kupferstiche, Blattmaß 17,4 x 20,9 cm, Platte 17,6 x 23,5 cm.
    Exemplar: > digital;
    Literatur: Rudolf Müller, "Mattersberger, Joseph." In: »Allgemeine Deutsche Biographie.« Bd. 20, Leipzig 1884, S. 604 - 605; »Deutsches Biographisches Archiv.« 812,S. 105 - 120; Gerlach 1990, S. 202*, 226, 231, 233.
    Links: > Titel; > Wikipedia ; > Lauchhammer, Eisenkunstguss Museum


    Kommentar

    Joseph Mattersberger (* Windisch Matrei (Tirol) 1754 - † 1825 Breslau) studierte ab 1767 in Salzburg, Wien, Passau und Mailand Bildhauerei. 1784 war er am ersten erfolgreichen Eisenguss in Lauchhammer beteiligt. Er arbeitete danach in Dresden, St. Petersburg und Moskau bevor er 1805 eine Professur an der Kunst-, Bau- und Handwerkerschule in Breslau erhielt, wo er seit 1800 tätig gewesen ist.
    Er trug auf 10 Tafeln in grober Zeichnung die > 1683 Audran erstmals veröffentlichte Auswahl von Proportionsfiguren nach antiken Statuen (Antinous vom Belvedere, Apoll vom Belvedere, Venus Medici, Herkules Farnese) vor. Die erste Tafel läßt sich als Anleihe bei > Bergmüller (1723, Fig.1) bestimmen. Die Kompilation seiner Anregungen aus unterschiedlichen bereits an Akademien gebräuchlichen Proportionslehren zeigen die Tafeln 2. (der Halbécorcher nach > Martinez) 1689, die Putti der Taf.3 finden sich vergleichbar bei Audran (Taf. 27) und Taf. 9 und 11 sind auf Illustrationen aus Dürers Proportionslehre von 1528 »Vier buecher von der Proportion« zurückzuführen. Es sind immer keine Kopien, sondern sehr freie Umzeichnungen. Die Wahl seiner Maßeinheiten (Fuß, Zoll, Theile, Kopflänge) ist ungewöhnlich. Wiederum war es vor ihm lediglich > Bergmüller 1723 gewesen, der diese Einheiten nutzte. Was ihn allerdings zu der auf Taf. 2 dargestellten Meßlatte eingetragenen 9er Teilung der Gesamthöhe - plus 3 x 4 Einheiten für den Kopf (und das erst ab der Mundöffnung) - bewogen haben mag, bleibt noch zu erkunden. Wenn er auch auf dem Erläuterungsblatt angibt, daß die Gesamthöhe nach dem Fußmaß geteilt sei, erscheint das als eine ungewönliche Annahme. Im ganzen stellt sich seine Publikation als ein anthropometrisch orientiertes deutsches Lehrbuch dar, das damit in der Tradition des Dürer'schen Ansatzes steht - im Gegensatz zur idealistischen, französischen Akademielehre des > Cousin und > Audran.
    Von > Rosmäsler (der 1812 die Schemazeichnung der Taf. 1 übernahm) und > Schadow wurde wiederholt auf die Tafelfolge von Mattersberger aufmerksam gemacht, da er der Einzige sei, der die Proportionen von mehreren Alterstufen zu Papier gebracht habe. Aus gleichem Grund wurde später dann auch von > Zeising und > Quételet auf sein Druckwerk verwiesen.



    © by Peter Gerlach 12.12.1999, revidiert 11.2015.
    Fotos © by SLUB, Dresden



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