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Prof. Dr. Peter Gerlach


 
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  »A Man With Properties -
But Which Ones ?«

Physiognomics 1474 to 1979 in Europe. Illustrations, Comments, and Bibliography
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Arnold 1660 ist eine der typischen akademischen Prüfungsschriften, in denen sich alle gelehrten und akademischen Vorurteile versammelt finden, denn ihr Inhalt gab das angesammelte, durch Memorieren erlernte Wissen wieder.

Unter dem Vorsitz von Simon Friedrich Frenzelius, der weiteren Prüfungen zu vergleichbaren Themen (u.a. Mevius 1663) leitete, hat der ansonsten unbekannte Arnold eine These zu verteidigen, die als mündliche Prüfung sein Studium abschloss. Die Verweise auf Goclenius (d.i. Rudolph Göckel d.J., Mediziner in Marburg [1572-1621]), der eine Vielzahl umfassender Abhandlung zur Chiromantik, Metoposcopik und Physiognomik 1603, 1616 und 1621 veröffentlicht hatte und auf Johann Rothmann, der > 1595 ein Buch zur astrologischen Chiromantik vorgelegt hatte, zeigt die Wiederaufnahme dieser Studien eine Generation später.

Grundlage seines Vortrages ist die Paracelsische Signaturenlehre, nach der durch Ähnlichkeiten zwischen den Teilen dieser Welt eine enge Beziehung der Dinge untereinander besteht, die es an Zeichen zu erkennen gilt. Vorab listete Arnold die unterschiedlichen Teile der physiognomischen Disziplin auf. Nach der stellaren, der mineralischen, der botanischen und zoologischen Physiognomik gelangt er zum zentralen Thema: der Physiognomia Anthropologica. Verweise auf Aristoteles, Sokrates und Zopyros legitimieren sein Thema durch Tradition; Peucer, Cocles und Indagine gelten ihm als gewichtige Vorläufer. Verweise auf das Buch der Sprüche und Ecclesiaticus machen den polemischen Duktus dieser Arbeit deutlich. Auf diese Funktion weist ebenso ein am Schluß abgedrucktes Lobgedicht von Philipp May (> 1670) hin. Daß die anthropologische Physiognomik eine christliche Wissenschaft, zudem eine ergötzliche, beliebte und nützliche Wissenschaft ist, beschließt seine Ausführungen.

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© W.P.Gerlach  12.12.1999, revidiert 07.2019.
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